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Firma Hartmann gratuliert Kamski Bekon zu Spitzenergebnissen

Kamski Bekon, einer der erfolgreichsten Schweineproduzenten Tatarstans, ist in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Steigerung des Leistungsniveaus gelungen.

Seit 2014 stieg die Zahl der lebendgeborenen Ferkel von 13,3 auf 14,3. Auch die Zahl der abgesetzten Ferkel je Sau stieg von 11,5 auf 12,5. Dies entspricht einer Leistungssteigerung von 8,5 % in 4 Jahren. Alleine von 2017 auf 2018 stieg das erzeugte Lebendgewicht um 5 % von 48.356 t auf 50.935 t, ohne das der Sauenbestand aufgestockt wurde.

Diese Leistungssteigerungen sind umso bemerkenswerter, da Kamski Bekon schon lange auf einem sehr hohen Leistungsniveau arbeitet. Im Jahr 2018 wurden 3.147 t Lebendgewicht je Sau erzeugt.

Wie können solche Spitzenergebnisse erzielt werden?

Die Grundvoraussetzungen hierfür sind eine sehr gute Genetik, optimales Futter und ein perfektes Management. Aber auch die Stalleinrichtung ist für den Erfolg von großer Bedeutung. Hier holte sich Kamski Bekon fachkundige Unterstützung durch Firma Hartmann aus Deutschland. Gemeinsam wurde so lange geplant, diskutiert, probiert und wieder verworfen, bis die optimale Lösung in allen Bereichen gefunden wurde. Hier einige Beispiele:

- Um die empfindliche Haut und die Klauen der neugeborenen Ferkel zu schützen, wurde eine spezielle, sehr weiche Kunststoffummantelung von Nooyen für die Abferkelböden gewählt. Dies hilft die Ferkel gesund zu halten.

- Die Fußbodenheizung in der Abferkelbucht sorgt dafür, dass die Ferkel in sicherer Entfernung zur Sau schlafen und so nicht erdrückt werden.

- Die Futtertröge der Sauen sind mit einem speziellen Ventil ausgestattet. Dies kann mit einer Betätigungsstange bequem geöffnet werden. Zudem verfügt der Trog über eine Spülleitung. So kann der Trog, ohne das der Mitarbeiter in die Bucht steigen oder sich bücken muss, komplett hygienisch gereinigt werden. Dies sorgt für gesunde Sauen, eine hohe Futteraufnahme und viel Milch für die Ferkel.

- Kunststoffböden sind warm, weich und für die Aufzucht von Ferkeln optimal. Der einzige Nachteil der Böden besteht darin, dass die Klauen nicht abgerieben werden. Dies ist gerade bei Jungsauen wichtig. Aus diesem Grund wurden in den Ferkelaufzuchtställen für Jungsauen Betonelemente in die Kunststoffroste integriert. So können die Vorteile beider Systeme genutzt werden.

Stallklima

Besonderer Wert wurde von Kamski Bekon auf das Klimasystem gelegt. Gerade bei den kalten Wintern in Tatarstan, ist es wichtig, dass die Luft vorgewärmt wird, bevor sie in den Tierbereich gelangt. So wird kalte Zugluft im Tierbereich verhindert und ein hohes Gesundheitsniveau bei den Ferkeln sichergestellt. Auch hier gibt es bei Kamski Bekon einige Besonderheiten:

Die Stahlkonstruktion des Gebäudes soll nicht im Abteil liegen, um sie vor der aggressiven Stallluft zu schützen. Hierdurch haben die Abteile eine Innenhöhe von lediglich 2,6 m. Trotzdem sollte die Luft vorgewärmt werden und zugfrei in den Tierbereich einströmen. Die Lösung besteht darin, dass die Luft zunächst vorgewärmt wird und dann in Kanälen unter den Korridoren verteilt wird. Die Luft strömt dann durch speziell entwickelte Bodenventile von unten in das Abteil ein und verteilt sich unter der Decke. Dann rieselt Sie langsam und gleichmäßig in den Tierbereich und wird unter dem Spaltenboden abgesaugt. Dieses System arbeitet auch bei niedrigsten Außentemperaturen perfekt!

Umbau der alten Ställe

Ein Teil der Sauen wird bei KamskiBekon noch in Ställen aus der Sowjet-Zeit gehalten. Diese Ställe sollen modernisiert werden um das Leistungsniveau weiter zu erhöhen. Ein weiteres wichtiges Ziel war, dass die Fleischproduktion während des Umbaus konstant bleiben sollte. Deshalb werden die Gebäude Schritt für Schritt umgebaut. Auch bei der Planung des Umbaus wurde Kamski Bekon von den Spezialisten der Firma Hartmann beraten und unterstützt.

Übrigens: Neue Silos konnten wir für den Umbau leider nicht liefern. Die Roxell-Silos, die Firma Hartmann in 2008 geliefert hat, sahen immer noch aus wie neu. Auf Dauer machen sich die beschichteten Trichterbleche und die Verarbeitung in Roxell-Qualität eben bezahlt!

- Die alten Gebäude haben eine Deckenkonstruktion aus Betonträgern und sind sehr flach. Zudem können in diesen Gebäuden aus statischen Gründen keine tiefen Güllekeller und damit auch keine unterirdischen Zuluftkanäle gebaut werden. Doch auch hierfür fanden die Spezialisten von Kamski Bekon und Firma Hartmann eine optimale Lösung: Die Zuluft wird zunächst durch leistungsfähige Wärmetauscher vorgewärmt. Dann verteilt sie sich durch Zuluftkanäle mit perforierten Platten gleichmäßig im Abteil und rieselt langsam in den Tierbereich.

- In den Abferkelställen wurde zusätzlich eine Nasenlüftung installiert. Bei hohen Temperaturen strömt frische Luft durch ein Rohr direkt in den Sauentrog. Dadurch wird die Sau gekühlt, während die Ferkel  das warme, zugfreie Stallklima genießen können.

Trotz der schwierigen baulichen Voraussetzungen arbeiten die Ställe nach dem Umbau perfekt und brauchen den Vergleich mit Neubauten nicht zu scheuen.

Auch in anderen Ställen des Betriebes wurde das Stallklima optimiert. So wurden teils durch kleine technische Änderungen, Optimierung der Steuerung und Luftführung, aber auch durch Schulung des Personals, ohne große Kosten teils deutlich Verbesserungen erzielt.

Ein anderes wichtiges Ziel des Umbaus wurde sogar übertroffen: Obwohl der Sauenbestand durch den Umbau um ca. 500 Sauen reduziert werden musste, werden während des Umbaus durch die verbesserte Leistungen sogar 2.000 t Lebendgewicht mehr erzeugt!

Wir bedanken uns bei Kamski Bekon für die angenehme  Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere erfolgreiche Projekte.